The CBd
Michel, BM on CBd-444
S. Michel, Die Magischen Gemmen im Britischen Museum, 2001, 42-43, no. 65.

Heliοtrοp-Fragment, stark poliert. Queroval, beiderseits flach, Rand nach hinten abgeschrägt, Kante scharf. Links ein großes Stück abgebrochen. Ringstein.

1,4 x 1,6 x 0,25
3. Jh.n.Chr.
Aus der Sammlung Towneley (1805).
Brit. Mus. Inv. G 96, ΕA 56096.

Vs.: Drei Figuren, jeweils in Dreiviertelansicht nach links auf kurzen Grundlinien stehend. Rechts außen Helios, mit Stand- und Spielbein im Kontrapost dargestellt und bis auf eine um die Schultern geworfene und hinter dem linken Arm herabfallende Chlamys unbekleidet. In der Armbeuge des angewinkelten linken Armes eine peitsche, auf der Handfläche der angewinkelt ausgestreckten Rechten Victoria Romana mit Globus und Siegeskranz, den sie Helios entgegenstreckt. Fünf Strahlen umgeben den sehr grob mit Profilkerben versehenen Kopf des Sonnengottes. In der Mitte der Gruppe Selene, die Grundlinie nur mit Zehenspitzen berührend. Sie ist in einen wadenlangen Peplos mit Kolpos gekleidet, das Gewirr der Stoffalten sehr grob. Linien und Kerben rechts und links des Körpers deuten Gewandzipfel an, über dem Κοpf das Velum. Der rechte, nach unten gestreckte Arm scheint eine nach unten gerichtete Fackel zu halten, der angewinkelt erhobene linke greift das Ende des Velums. Der Kopf ist nur mit flüchtigem Profil skizziert, das Haar wird von einem Band gehalten, auf dem Kopf die liegende Mondsichel. Links außen Reste einer dritten Figur, ebenfalls im Kontrapost stehend und unbekleidet. Erhalten ist der angewinkelt erhobene linke Arm mit einem hohen Zepter oder Stab sowie Reste eines bärtigen Kopfes, der auf Zeus hinweist. Ιm freien Feld zwischen den Figuren Buchstaben. Zwischen Helios und Selene in vier Reihen:


ΧA
ΝΗ
rechts neben Helios:
A
A
unter den Figuren waagerecht:
ΜΥΝΝΡ

Rs.: Inschrift in vier konzentrischen Kreisen angeordnet, links in der Mitte beginnend:
ΧΡA..BWOW...ΒAWΘAΒΛAΘAΝAΛΒAAΧΡΕΙ
CΕCΕΝΓΕΝΒAΡΦAΡAΝΓΗCΟCΗ..
Enthalten: ->Sabaôth, ->Ablanathanalba-Ρalindrοm, ->Sesengenbarpharangês.
Rand: Reste einer umlaufenden Inschrift:
... ΕΜΕCΙΛΑΜΨΔAΜΝAΜ..
(C)ΕΜΕCIΛAΜΨ ΔAΜΝAΜ(ΕΝΕΥC), ->Semesilam, ->Damnameneus

Gezeigt sind die Ρlaneten(götter) Selene, Helios und Zeus bzw. Jupiter. Das Gemmenbild bezieht sich somit auf die den Kosmos beherrschenden Kräfte.

Mit eckigen Kerben und Linien geschnitten, Details gehen in der Fülle des Liniengewirrs unter. Proportionen und Bewegungen der Figuren sowie die Raumnutzung sind gut, jedoch stellenweise unklar.

Lit.: 63 /CBd-442/(Lit.), 64 /CBd-443/(Lit.).

Vgl.: 63 /CBd-442/(Vgl.), 64 /CBd-443/(Vgl.).
Last modified: 2015-08-25 14:44:48
Link: cbd.mfab.hu/pandecta/144

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