The CBd
Zwierlein-Diehl, Köln on CBd-1952
Taf. 14
Serpentin, dunkelbraun mit weißlichen und gelblichen Schlieren. Form 8, Kanten gerundet. Oben als Anhänger gelocht. Der relativ weiche Stein (Härte 2,5 - 4) ist freihändig bearbeitet, die Figuren sind unplastisch mit Kerbschnitten eingetieft. Beide Seiten sind stak berieben und durch Bestoßungen gestört. Aus Slg. F. S. Matouk.
4,10 x 2,70 x 0,63
Bild b ca. 3,80 x 2,40
4. Jh. n. Chr.?
Seite a: Ein tierköpfiger Gott im Hüftschurz, wohl Anubis, steht mit adorierend erhobenem linken, gesenktem (stark beriebenen) rechten Arm vor der hochaufgerichteten Chnubis-Schlange mit Löwenhaupt. Oberkopf und Nacken des Löwenkopfes sind von Strahlen besetzt. Abweichend vom üblichen Typus erhebt sich die Schlange aus einer spiralförmigen Einrollung zu einer quer-U-förmigen Windung, richtet den oberen Teil des Leibes und den Kopf steil auf.
Links von Anubis, von oben nach unten: Λ I, zwischen seinen Beinen und unter den Füßen: H / Λ N / Α I Λ. das N linksläufig. Zwischen den Göttern Reste von fünf Buchstaben: Δ Λ Z I (?)
Hinter der Chnubis-Schlange: I Λ I Ξ
Seite b: Gegenüber Seite a kopfstehend. Durch gestrichelte Linien in 6 horizontale Felder eingeteilt. Die Ν linksläufig.
Feld 1, Z. 1: Ν Ο
Feld 2, Z. 2: APVΕΝI
Feld 3 größer als die übrigen, über der Mitte des Steines. Drei Sterne, in ihren Zwischenräumen die Zeilen 3 u. 4, dann eine längere Zeile.
Z. 3: N V
Z. 4: Ε V Ν
Zwischen Ζ. 4 und 5 am linken Rand: V
Z. 5: P . N V Ν V V hakenförmiger Charakter
Feld 4, Z. 6: Θ Ν I . . I V Θ
Feld 5, Z. 7: N V O V I P.
Feld 6: in der Mitte das Aufhängeloch, beiderseits ein Stern
   Z. 8: Ν .
   Z. 9: V Ι Ν Γ
Kommentar:
Die Form des durchbohrten Anhängers, der Stil der Bearbeitung (Kerbschnitte), die Einteilung der Rückseite in Register ähnelt Amuletten, die Bonner als byzantinisch bestimmt219. Auf der Rückseite von Bonner Νr. 179 folgt auf drei Erzengelnamen "Βαρληαμ". Wenn dies Βarlaam, ein in Antiochia geborener Märtyrer des 4. Jahrhunderts, ist, ergibt sich ein terminus ante quem non220.
Aus den Inschriften lassen sich keine bekannten Formeln gewinnen, magisch klingende Endungen sind:
Seite a: -ιλιξ, Seite b:  Z. 6 -ιυθ, Ζ. 9 -υινγ

219 Bonner 225 Nr. Νr. 179, 339, 340, vgl. auch 178.
220 Vgl. Εnciclopedia Cattolica II 856 s.v. Barlaam.
 
Last modified: 2013-12-04 15:25:43
Link: cbd.mfab.hu/pandecta/2204

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