The CBd
Philipp, Mira et Magica on CBd-2105
Kynokephalos
9883. — Nilkiesel. Form 8. Gut erhalten.
Slg. v. St.
1,6 x 1,25 x 0,35
1./2. Jh. n. Chr.
Vs.: Die zur Huldigung erhobenen Arme der frontal dargestellten Figur sind eindeutig als Tierpfoten charakterisiert (vgl. Kat. Nr. 148 /CBd-2103/. 149 /CBd-2104/). Der ungeschickt gearbeitete, ebenfalls frontal gezeigte Kopf ist nicht genau zu erkennen, vielleicht ist ein Pavianskopf gemeint, es fehlen jedoch die für den Pavian typische Mähne sowie der Schwanz. Um den Kopf schlingt sich nach oben offenbar eine Uräus(?)-Schlange, die einen querliegenden Palmzweig, wie er sonst von Anubis her bekannt ist (vgl. Kat. Nr. 82 /CBd-2017/), im Maul hält, wenn es sich nicht um eine bloße Überschneidung in der Darstellung handelt. — Der muskulöse Körper ist sorgfältig ausgearbeitet, die Beine allerdings und deren Übergang zu den Hüften sind recht ungelenk dargestellt.
Rs.:
ΗΛΙΑ
MBΡW
Publ.: Toelken S. 22 Nr. 83. Ausf. Verz. S. 380.
Lit.: Vgl. zu Kat. Nr. 149 /CBd-2104/. — Zur Inschrift: Delatte-Derchain Nr. 435 (wohl auch Kynokephalos) und zwei unpublizierte Steine im British Museum (Ιnv. Nr. 56255. 56518 /CBd-162/: Barb, Gnomon 304). Das Wort bisher ungeklärt, vielleicht setzt es sich aus Ἥλιος und dem von Bonner, Amulets 197 rekonstruierten “ēn mpro” = “ape of the gate” zusammen; vgl. Kat. Nr. 151 /CBd-2106/. Schwartz Nr. 27 /CBd-1774/: gelber Jaspis, schwanzloser Kynokephalos, Schlange, Palmzweig. Zur gleichen Inschrift: vielleicht verkürzt aus “ Ἥλιος ἄμβροτος”: “unsterbliche Sonne”.
 
Last modified: 2015-07-21 11:49:45
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