The CBd
Zwierlein-Diehl, AGWien III on CBd-2427
Inv. IX B 1192. Lapislazuli, hellblau, stark fleckig. Form 8. In moderner Goldfassung mit beweglichem Bügel (Museumsfassung von 1808). 1806 vorhanden. Beschr. 1816 II 105, 666. SK. 448 Nr. 1192.
1,77 x 1,30 (si.O.) x 0,28
Bild b 1,50 x 0,95
2. Jh. n. Chr.
Seite a: Ein Papyrusboot, auf dessen aufgebogenen Enden Vögel sitzen (rechts undeutlich). In der Mitte des Bootes sitzt Harpokrates auf der von zwei Lotusknospen flankierten Lotusblüte, den Zeigefinger der Rechten an die Lippen legend, in der Linken die Geißel haltend. Auf dem Kopf eine Krone aus Sonnenscheibe und Uräusschlangen? ). Links vom Kopf Stern, rechts Mondsichel. Links stehend der falkenköpfige Horus mit Hemhem-Krone, er hält eine Lotusknospe an gebogenem Stiel(? ) und ein Szepter. Rechts stehend der ibisköpfige Thoth mit Atefkrone, Szepter und Geißel.
Seite b: Inschrift:
 
Auf dem Schrägrand, Buchstabenfüße nach Seite a hin, die erste Zeile ringsumlaufend:
Vgl.: Zu Seite a: ähnlich: Delatte – Derchain Nr. 159, statt Horus Pavian; vgl. hier III Nr. 2185 /CBd-2428/. Zur Deutung: Wortmann, Nilflut 69f.: Harpokrates, der neugeborene Horos, die aufgehende Sonne fährt auf seiner Barke über den Himmelsozean. Ein Bild der täglichen und jährlichen Erneuerung der Schöpfung. Thoth als Nilbringer: Wortmann, Nilflut 93ff.
Zu Seite b: αβλαναθαναλβα eines der häufigsten Palindrome, oft mit Harpokrates verbunden, vgl. Bonner 110, 116, 154, 202, Nr. 191 /CBd-1101/. Delatte – Derchain passim, s. Index, AGD. I 3 Nr. 2902. AGD. III Nr. 49, 134. Philipp Nr. 122 /CBd-2095/, 138 /CBd-221/, 187 /CBd-2140/, 196 /CBd-2148/.
Zum Rand: Vokale in unregelmäßiger Reihenfolge, vgl. Bonner 12, 186f. Delatte – Derchain 361. Würzburg Nr. 795. Hier III Index »Inschriften, magisch«.
 
Last modified: 2016-05-11 22:37:27
Link: cbd.mfab.hu/pandecta/2520

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