The CBd
Zwierlein-Diehl, AGWien III on CBd-2485
Inv. IX 2024. Hämatit. Form 8. Beschädigung auf Seite a oben und an der unteren Bildkante; auf Seite b an der unteren Kante. In moderner Goldfassung mit beweglichem Bügel. Aus dem Fayum. 1907 W. Graf, Wien, erworben.
1,44 x 1,20 (si.O.) x 0,25
Bild b 1,33 x 1,05
2. Jh. n. Chr.
Seite a: Grundlinie. Eine Gottheit mit menschlichem Leib und Schlangenkopf in Chiton und Mantel sitzt auf einem Thron, hält in der Rechten einen Pavian im Adorationsgestus, stützt die Linke auf ein Szepter. Über dem Schlangenkopf die Sonnenscheibe, die rechts mit einem Teil des Schlangenkopfes und -halses beschädigt ist. Die solare Gottheit als Harpokrates - Agathodaimon - Serapis.
Seite b: ΑΒΡΑ/CΑΞ
Vgl.: Bonner 160ff. bes. 161f: Grüner Jaspis, ehem. Slg. King, thronende schlangenköpfige Gottheit mit Szepter und Globus, die von einem knienden Pavian angebetet wird. Bonner stimmt C. W. King, The Gnostics and their Remains2 (London 1885) 358 Abb. 16, 434 zu, der die Gottheit als Agathodaimon und Serapis in einer Gestalt interpretierte, wobei aus der Adoration durch den Pavian hervorgehe, daß Serapis als solare Macht verstanden sei. Der solare Charakter der Gottheit wird hier zusätzlich durch die Sonnenscheibe bestätigt. Formal hat auch der Zeustypus eingewirkt: Der Gott hält den Pavian wie Zeus die Victoriola. Stehende schlangenköpfige Götter: Bonner Nr. 262 /CBd-1128/264 /CBd-1441/.
Zu b: Abrasax, vgl. Index »Inschriften, magisch«.
 
Last modified: 2016-05-15 23:11:08
Link: cbd.mfab.hu/pandecta/2577

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