The CBd
Michel, BM on CBd-796

S. Michel, Die Magischen Gemmen im Britischen Museum, 2001, 274-275, no. 438.

Hämatit, poliert. Hochoval, beiderseits flach, Rand nach hinten abgerundet, Kante nach vorn. Absplisse und Brüche am Rand und an der Vs. links und rechts, leicht abgerieben. Ringstein.

2,3 x 1,8 x 0,5
4. Jh.n.Chr.
Gekauft von Jack Ogden (1986).
Brit. Mus. Inv. G 1986,5-1,7.

Vs.: Salomon und Lilith. Der nach rechts galoppierende Reiter mit einer helmartigen Kopfbedeckung trägt Tunika und eine wehende Chlamys, Stiefel sind nicht klar erkennbar. Der rechte, gebeugt erhobene Arm richtet eine Lanze auf Lilith, deren Spitze nicht ausgearbeitet ist. Bei dem Pferd sind zwei Ohren und eine flüchtig gestrichelte Mähne zu sehen, Zaumzeug bzw. Zügel durch eine breite Linie am Hinterteil und eine schmale vorn angegeben. Lilith ist mit angewinkelten Beinen am Boden liegend dem unteren rechten Halbrund angepaßt. Drei flüchtige Linien deuten ihr langes Haar an, Kleidung ist nicht erkennbar. Der rechte Arm ist wie um Gnade flehend erhoben, der linke vor den Körper gestreckt, Hände und Füße sind nicht ausgearbeitet, eine kleine Kerbe für Finger. Im freien Feld über dem Kopf des Pferdes ein Stern mit fünf noch erkennbaren Strahlen.

Rs.: Inschrift in vier Reihen:

ΡAΓΙ
CΘΕ
ΟΥ
„Siegel Gottes”

Darstellung, Anordnung der Figuren und lineare Angaben von Kleidung, Zaumzeug und Mähne des Pferdes stimmen mit den bisher behandelten Stücken überein, nur das Fehlen der inschriftlichen Bezeichnung des Reiters als Salomon fehlt hier.

Mit breiten additiv aneinandergefügten Furchen sind die Rundungen beim Pferd geschnitten. Insgesamt überwiegt die Fläche, die nur von den breiten Kerben unterbrechen und gegliedert wird. Die Proportionen sind stimmig, die Raumnutzung gut, so daß Bewegung zum Ausdruck kommt. Durch die Verlagerung des Reiters nach links ist eine angespannte Haltung entstanden. Stilistisch 432 /CBd-790/ nahestehend.

Publ.: WALTER, SOLOMON 365 Taf. 205, 6.

Lit.: Zu Motiv und Inschrift: 430 /CBd-788/(Lit.).

Vgl.: Zu Material, Motiv und Inschrift CΦPΑΓIC ΘΕΟΥ: Hämatit DELATTE-DERCHAIN 262 Nr. 370; Hämatit-Frgt. SCHWARTZ (1979) 187 Taf. 38, 47 /CBd-1787/; Hämatite STERNBERG, AUKTION 23, 1989, 65f. Nr. 206. AUKTION 27, 1994, 110 Taf. 40, 795; Hämatit SKOLUDA 39. STERNBERG, AUKTION 21, 1988, 108 Taf. 38, 755; Ηämatit KELSEY MUSEUM Inv. 26140 /CBd-2314/ (erw. Bonner 302 zu Nr. 297 /CBd-1476/); Hämatit SIJPESTEIJN (1970) 176 Nr. 3; Hämatit M.Η. CHEHAB, Fouilles de Tyr. La Νécropole de Tyr, IV, BMusBeyrouth 36, 1986, 160 Taf. 17, 3.4; Hämatit SOSSIDI 5 (unpubl.); hier 439 /CBd-797/, 440 /CBd-798/, 442 /CBd-800/444 /CBd-802/. - Zu Material, Motiv und Inschrift CΟΛΟΜWΝ, CΦPΑΓΙC ΘΕΟΥ: 430 /CBd-788/(Vgl.)437 /CBd-795/, 441 /CBd-799/. - Zu Material und Motiv: 445 /CBd-803/(Vgl.)448 /CBd-806/.

Last modified: 2015-11-01 23:18:53
Link: cbd.mfab.hu/pandecta/662

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